Leitfaden

Erinnerungen schaffen: Roadtrip durch den wilden Südwesten der USA

Von Denver nach Las Vegas durch das Monument Valley – und das Fotobuch, das jede Meile festhält

Oliver McQuitty

16. Juni 20266 min

California road trip photo book with coffee
California road trip photo book with coffee

Mein Interesse an Nordamerika begann schon früh. Nachdem wir einige Jahre in Australien gelebt hatten, beschlossen meine Eltern, den „langen Weg“ nach Hause zu nehmen. Die Sommerferien verbrachten wir auf einem Roadtrip durch Kalifornien, Kanada und New York. Seitdem war ich noch sechs weitere Male dort, davon fünf auf Reisen mit dem Auto. Rückblickend markierte jede dieser Reisen einen wichtigen Abschnitt meines Lebens – vom Verlust eines geliebten Menschen bis hin zum Beginn eines neuen Jobs. Und jedes Mal habe ich die Erlebnisse in einem Fotobuch festgehalten – für die Menschen, die dabei waren, und für diejenigen, die es nicht konnten.

Bevor ich zu Popsa kam, reiste ich durch einen Teil der USA, der oft übersehen wird. Utah, Colorado, New Mexico und Arizona teilen sich den einzigen Ort in den USA, an dem vier Bundesstaaten an einem Punkt aufeinandertreffen. Allein diese Vorstellung war für mich Grund genug, das stille Hinterland des Südwestens zu erkunden – eine Region, in der der klassische Western seinen Ursprung hat und deren Weite und Größe sich kaum in Worte fassen lassen. Natürlich schien mir diese Reise wie gemacht für ein Fotobuch von Popsa.

Person smiling looking through a photo book

Oliver mit seinem Fotobuch

Die Reise

Für mich war schnell klar, dass Denver der Startpunkt sein sollte. Mein letzter Besuch lag etwa zehn Jahre zurück, und es schien der richtige Ort zu sein, um die Reise zu beginnen – ganz abgesehen von den vielen Flugverbindungen aus Großbritannien. Von Denver aus fuhr ich Richtung Süden über Colorado Springs und Hartsel. Unterwegs übernachtete ich in Blockhütten und alten Farmhäusern mit Holzverkleidung. Auch kulinarisch hatte die Reise einiges zu bieten: von hervorragenden Gnocchi in einem etwas heruntergekommenen Bistro, das von einer italienischen Familie in dritter Generation geführt wurde, bis hin zu Blumenkohlpizza, zubereitet von ehemaligen Bankern. Auf dem Weg kam ich an Orten vorbei wie dem Garden of the Gods mit seinen gewaltigen roten Sandsteinformationen, dem Wilkerson Pass mit Blick über die weiten Ebenen von South Park und dem Mesa-Verde-Nationalpark mit den jahrhundertealten Felsenwohnungen der Ancestral Puebloans.

Ancestral Puebloanas Mese Verde National Park

Mesa-Verde-Nationalpark, Colorado

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine große Ranch nördlich von Del Norte. Nachts hielten mich oft die Rufe der Kojoten wach, die das Vieh aufschreckten. Morgens dagegen bot sich ein völlig anderes Bild: Die Sonne stieg hinter dem fernen Sangre-de-Cristo-Gebirge auf und ließ die Weite des Himmels noch eindrucksvoller erscheinen. Einige meiner liebsten und schönsten Fotos der gesamten Reise entstanden genau dort.

Je weiter ich nach Westen fuhr, desto trockener wurde die Landschaft. Üppiges Farmland wich zerklüfteten Tafelbergen und Steppenläufern. Die Farben wurden rostrot, und auf meinem Auto legte sich langsam eine feine Staubschicht. Ich fuhr durch Landschaften, die wie Filmkulissen wirkten: das Valley of the Gods und das Monument Valley. Dabei merkte ich immer wieder, wie unterschiedlich ein Motiv wirkt, je nachdem, ob man es im Hoch- oder im Querformat fotografiert. Mal konzentrierte ich mich auf einen einzelnen Sandsteinturm, mal auf die gewaltigen Hochebenen, die über dem Talboden aufragten.

Grand Canyon National Park

Grand-Canyon-Nationalpark, Arizona

Der letzte große Abschnitt meiner Reise führte mich weiter nach Westen durch die Orte Flagstaff und Williams. Dort erreichte ich den Ort, der mir am stärksten in Erinnerung geblieben ist: den Grand-Canyon-Nationalpark. Es überrascht kaum, dass der Grand-Canyon-Nationalpark laut Popsa 2025 der meistfotografierte Nationalpark der USA war. Besonders hilfreich war hier das Teleobjektiv meines iPhones. Damit konnte ich interessante Windungen und Details dieser gewaltigen Schlucht festhalten. Von dort aus ging es weiter zum Zion-Nationalpark. Die steilen Felswände wirkten fast biblisch in ihrer Größe und Präsenz. Anschließend machte ich mich auf den Rückweg nach Las Vegas. Es war Zeit, nach Hause zu fliegen. Schon während des Rückflugs begann ich, die nächste Reise zu planen. Der Wilde Westen ließ mich nicht mehr los.

Person designing photo book with coffee on table

Das Fotobuch gestalten

Aus Fotos wird ein Fotobuch von Popsa

Wie nach jedem Roadtrip kam ich mit weit mehr Fotos zurück, als ich je verwenden könnte. Tausende Fotos auf meinem iPhone: Sandsteinformationen, Sonnenaufgänge, urige Diners am Straßenrand und jede Menge Talpanoramen, die sich kaum voneinander unterschieden, die ich trotzdem nicht löschen konnte. Allein der Gedanke, all diese Bilder durchzugehen und die besten für den Druck auszuwählen, war überwältigend.

Die neue Erinnerungen-Funktion von Popsa nahm mir den ersten Schritt ab. Sie stellte die stärksten Aufnahmen der Reise zusammen und lieferte mir eine überschaubare Auswahl, statt mich durch Tausende Bilder suchen zu lassen. Die Gnocchi schafften es ins Buch. Die Ranch bei Sonnenaufgang ebenfalls.

Danach war der Rest erstaunlich einfach. Ich ordnete die Seiten entlang meiner Reiseroute an – von Denver bis Las Vegas. Beim Durchblättern fühlt sich das fertige Buch an, als würde ich die Strecke noch einmal zurücklegen. Das Layout hielt ich bewusst schlicht und gab den großen Landschaftsaufnahmen den Raum, den sie verdient hatten. Wenige Klicks später war das Fotobuch unterwegs.

California photo book pages

Ein Blick auf das fertige Fotobuch

Photo Book in gift box

Das Ergebnis

Wenn ich heute durch das fertige Buch blättere, komme ich dem Gefühl einer erneuten Reise so nah wie sonst kaum. Die kleinen Momente stehen direkt neben den großen: gutes Essen und die Ranch im Morgenlicht neben dem Grand Canyon und dem Monument Valley. Genauso habe ich die Reise erlebt.

Auf dem Cover ist eine weite Aufnahme der Ranch zu sehen. Von den Tausenden Bildern, die ich gemacht habe, ist es dieses eine, das für mich die ganze Reise einfängt. Im Inneren gibt es eine Doppelseite, bei der ich jedes Mal kurz innehalte: eine einzelne Felsformation im Monument Valley neben einer deutlich weiteren . Erst als ich beide Bilder nebeneinander sah, wurde mir klar, dass sie zusammengehören.

Am meisten überrascht mich, wie oft der Himmel im Buch auftaucht. In den USA hat er eine Weite, die ich von zu Hause kaum kenne. Erst beim Durchblättern fiel mir auf, wie viele meiner Fotos fast nur aus Himmel bestehen, während die Landschaft den unteren Bildrand einnimmt. Genau das ist das Besondere an einem Fotobuch. Man glaubt, die Erinnerungen festzuhalten, die einem geblieben sind. Gleichzeitig entsteht aber auch ein Bild von all den Dingen, denen man unterwegs kaum Beachtung geschenkt hat.

Die nächste Reise ist übrigens schon halb geplant. Und dieses Fotobuch erinnert mich jedes Mal daran, endlich die Flüge zu buchen.

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