Wähle die richtige Jahreszeit
Die Nordlichter kann man nur sehen, wenn der Himmel dunkel ist. Das bedeutet, dass sie während der Sommermonate in Island völlig unsichtbar sind. Von Mitte April bis Ende August geht die Sonne kaum unter, denn dank der Mitternachtssonne bleibt es fast durchgehend hell. Nordlichtjäger sollten ihren Islandurlaub daher am besten zwischen September und März planen.
Ich persönlich liebe den September und den Oktober, weil die Nächte lang genug für gute Aufnahmen sind, die Temperaturen aber noch nicht brutal kalt. Außerdem gibt es ohne Schnee auf dem Boden weniger Reflexion durch das Mondlicht, wodurch der Himmel dunkler erscheint und die Aurora noch besser zur Geltung kommt.
Verlasse dich nicht auf die Wettervorhersage
Es gibt Dutzende Apps und Webseiten, die versprechen, die Nordlichter exakt vorherzusagen. Tatsächlich ändern sich die Wetterbedingungen in Island oft sehr schnell – viele dieser Tools machen die Sache daher nur unnötig kompliziert. Die einzige Website, auf die ich mich verlasse, ist vedur.is, die offizielle Webseite des isländischen Wetteramts. Dort findest du zwei wichtige Infos: die Wolkendecke (grün bedeutet bewölkt, weiß bedeutet klar) und die Nordlicht-Vorhersage (eine Skala von 0 bis 9, die die erwartete Stärke anzeigt). Meine Faustregel lautet: Alles, was mit 2 oder höher bewertet ist, ist einen Ausflug wert. Aber verlass dich nicht nur auf Zahlen, denn ein klarer Himmel ist wichtiger als die vorhergesagte Stärke.