Leitfaden
So gestaltest du aus deinen liebsten Tierfotos ein Fotobuch
Deine Kamerarolle ist voll mit liebevollen Momenten. So wählst, ordnest und druckst du die Fotos, die dir am meisten bedeuten
Emily Kudiersky
Tierfotografin
23. März 2026∙4 min


Leitfaden
Deine Kamerarolle ist voll mit liebevollen Momenten. So wählst, ordnest und druckst du die Fotos, die dir am meisten bedeuten
Emily Kudiersky
Tierfotografin
23. März 2026∙4 min


Fast alle Menschen mit einem Haustier, die ich kenne, haben eine Kamerarolle voller Alltagsmomente und besonderer Erinnerungen mit ihrem Tier. In unserer digitalen Welt, in der Fotos im Sekundentakt entstehen, geraten genau diese Augenblicke schnell in Vergessenheit. Gerade deshalb finde ich es heute wichtiger denn je, deine schönsten Tierfotos auszuwählen und sie gedruckt zum Leben zu erwecken. Hier teile ich meine Tipps, wie du deine Bilder sortierst und ein Popsa Fotobuch gestaltest, das ganz deinem Tier gewidmet ist.
Es kann ganz schön überwältigend sein, sich durch über 20.000 Fotos zu scrollen (ja, so viele sind gerade in meiner Kamerarolle) und daraus nur eine Handvoll Lieblingsbilder auszuwählen. Mach dir am besten einen Tee oder Kaffee, nimm dir eine Stunde nur für dich und leg einfach los. Erstelle einen Favoriten-Ordner. Denk nicht zu viel nach. Sammle die Fotos, die dich sofort ansprechen und dir am meisten bedeuten.
Jetzt, wo du deine Auswahl an einem Ort siehst, darfst du etwas strenger werden und noch einmal aussortieren. Gibt es unscharfe Fotos, Aufnahmen bei wenig Licht oder unterbelichtete Bilder, die im Druck nicht gut zur Geltung kommen? Sind manche Motive sehr ähnlich und erzählen im Grunde dasselbe? Eine gute Mischung macht den Unterschied: Nahaufnahmen, Weitwinkelbilder, besondere Details und spontane Momente. Wenn du unsicher bist, wähle die Fotos, die dich am meisten berühren. Vielleicht erzählen sie gemeinsam eine Geschichte und nehmen dich mit zurück zu einem besonders schönen Tag mit deinem Tier.
Jetzt beginnt der Aufbau deiner Seiten. Als ich mein eigenes Buch über meinen achtjährigen Hund Alan gestaltet habe, habe ich die Bilder ganz automatisch nach großen, prägenden Momenten seines Lebens sortiert. Von der Welpenzeit über gemeinsame Ausflüge bis hin zu besonderen Ereignissen wie Weihnachten oder Geburtstagen – diese Bilder mussten einfach hinein. Deshalb lag es nahe, sie chronologisch anzuordnen. So entstand ganz nebenbei für jede Doppelseite eine ruhige, auf Alan abgestimmte Farbwelt – und genau das liebe ich daran.
Manchmal ist weniger mehr. So wie du ein gerahmtes Foto mit Passepartout präsentierst, lenkt auch Weißraum im Fotobuch den Blick bewusst auf ein einzelnes Bild oder eine kleine Bildserie. So kann sich deine Geschichte Seite für Seite ganz klar entfalten.
Wähle eine Kombination aus Fotos, die gemeinsam eine Geschichte erzählen. Bei einem unvergesslichen Strandtag habe ich zum Beispiel auch ein Bild von angespültem Seetang eingefügt. Es war Teil eines Dreiklangs. Die Farben und das Licht passten perfekt zu Alan – und sofort war dieser Tag wieder da: die Gerüche, die Geräusche, all das, was ihn so besonders gemacht hat. Außerdem habe ich bewusst unterschiedliche Bilder ausgewählt, die Alans Persönlichkeit zeigen. Beim Dösen, beim Planschen, beim Kuscheln, bei seinen wilden Zoomies oder ganz entspannt als Model in Porträts.
Ich füge auch gern Schwarz-Weiß-Fotos ein. Sie verstärken stimmungsvolle Momente und verleihen den Seiten einen leicht redaktionellen Charakter. Gleichzeitig rücken sie besonders wichtige Aufnahmen oder Augenblicke dezent in den Fokus. Auch bei der Farbgestaltung habe ich viel ausprobiert. Lange habe ich überlegt, welche Nuance am besten passt. Am Ende habe ich mich für ein moosiges Grün entschieden. Es ergänzt unsere Outdoor-Abenteuer und steht sinnbildlich für diese Zeit. Wenn du Farben auswählst, frag dich: Welche spiegeln deine Persönlichkeit und die deines Tieres am besten wider? Gerade beim Cover lohnt sich der Gedanke, wie das Buch später in deinem Zuhause wirkt – im Regal oder auf dem Couchtisch. Bei uns dominieren pudrige Blautöne, und ich liebe den Kontrast zwischen sanftem Hellblau und erdigem Grün.



Achte darauf, deine Fotos nicht mit starken Filtern oder auffälligen Presets zu überarbeiten. Was heute modern wirkt, kann schnell überholt aussehen und lenkt von der echten Emotion deiner Bilder ab. Verwende am besten die Originaldateien in hoher Auflösung statt Screenshots aus sozialen Netzwerken. Diese sind oft komprimiert und können zu einer schlechteren Druckqualität führen.
Mein fertiges Buch steht jetzt bei mir zu Hause – all meine wertvollen Erinnerungen an Alan an einem Ort. Es war ein kleines Geschenk, es an einem gemütlichen, verregneten Sonntagnachmittag in den Händen zu halten und gemeinsam darin zu blättern. Seite für Seite habe ich gesehen, wie Alan älter wurde. Und mir wurde bewusst, wie schnell die letzten acht Jahre vergangen sind. Du wirst es nicht bereuen, dein eigenes Album zu gestalten. Gute Dinge brauchen Zeit – und genau das macht das fertige Buch so besonders. Du schaffst das. Und vergiss nicht, Popsa zu markieren, wenn dein Tierfotobuch fertig ist.

Rebecca Cope
Journalistin
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Ciara Knight
Popsa-Autorin
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