Insights
Die meistfotografierten Orte Japans im Herbst
Du planst eine Reise nach Japan? Vom ältesten Tempel Tokios bis zum farbenprächtigsten Garten Kanazawas – diese zehn schönen Orte solltest du dir vormerken
28. Sep. 2026∙10 min


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Du planst eine Reise nach Japan? Vom ältesten Tempel Tokios bis zum farbenprächtigsten Garten Kanazawas – diese zehn schönen Orte solltest du dir vormerken
28. Sep. 2026∙10 min


Von Georgina Groom-Rietschy
Japan hat in den vergangenen Jahren einen Tourismusboom erlebt. Im Jahr 2025 begrüßte das Land nach Angaben der Japan National Tourism Organization mehr als 42 Millionen internationale Besucher:innen – 34 % mehr als vor der Pandemie. Der Herbst gehört weiterhin zu den beliebtesten Reisezeiten: Die Temperaturen sinken, und die Blätter verfärben sich. Unser Data-Science-Team hat ermittelt, welche Orte in Japan diesen Herbst am häufigsten fotografiert werden.
Wir haben Daten aus den Monaten September bis November der Jahre 2024 und 2025 verglichen. Dabei zeigte sich: Der Fushimi Inari-Taisha und der Kinkaku-ji in Kyoto behaupten sich weiterhin auf den Plätzen eins und zwei. Der Sensō-ji in Tokio und der Burgpark von Osaka sind jeweils um einen Platz aufgestiegen. Auch Sehenswürdigkeiten wie der Meiji-Schrein gehören zu den Top 10. Hier findest du die fotogensten Orte für deine Japanreise.
Möchtest du wissen, wie wir die Fotoindex-Werte berechnet haben? Mehr dazu findest du in der Methodik am Ende dieses Artikels.
Fushimi Inari-Taisha, Kyoto. Foto: Falco Negenman, Unsplash
Fotoindex-Wert: 100
Der Fushimi Inari-Taisha ist Inari gewidmet, der Shintō-Gottheit des Reises, des Wohlstands und des Handels. Der Eintritt ist frei, und der Schrein ist rund um die Uhr geöffnet. Am Eingang steht das zweigeschossige Rōmon-Tor, das Toyotomi Hideyoshi 1589 stiftete. Es markiert die Grenze zwischen der Alltagswelt und dem heiligen Gelände. Dahinter führen die Senbon Torii durch die Berglandschaft: Mehr als 10.000 zinnoberrote Tore säumen die Wege. Sie wurden von Menschen gestiftet, die damit ihren Dank für Wohlstand oder ihre Hoffnung auf künftigen Erfolg ausdrücken. Ihre Namen sind im Holz verewigt. Komm früh, wenn das Morgenlicht durch die Bäume fällt, und halte nach den Fuchsstatuen Ausschau. Sie gelten als Boten Inaris.
Kinkaku-ji, Kyoto. Foto: Jean-Claude Dumont, Unsplash
Fotoindex-Wert: 83
Der Kinkaku-ji, auch als Goldener Pavillon bekannt, gehört zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten Kyotos. Der Zen-Tempel zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist für seinen Pavillon berühmt. Besonders fotogen ist er im Herbst, wenn das Blattgold auf leuchtendes Herbstlaub trifft. Erkunde auch die Gärten rund um den Kyōko-chi, den sogenannten Spiegelteich. In seinem ruhigen Wasser spiegelt sich der Pavillon, eingerahmt von roten und orangefarbenen Ahornbäumen – ein klassisches Fotomotiv.
Kiyomizu-dera, Kyoto. Foto: William Justen, Unsplash
Foto: Mahesh Ranaweera, Unsplash
Fotoindex-Wert: 71
Ein Besuch des Kiyomizu-dera lohnt sich zu jeder Jahreszeit: Im Frühling blühen die Kirschbäume, im Herbst leuchtet der Ahorn rot. Die Haupthalle erhebt sich 13 Meter über den bewaldeten Hang und eröffnet einen weiten Blick über Kyoto. Hinter der Halle liegt der Jishu-Schrein, der dem Liebesgott Ōkuninushi gewidmet ist. Dort stehen zwei Steine, die etwa 10 Meter voneinander entfernt sind. Wer den Weg zwischen ihnen mit geschlossenen Augen zurücklegt, soll Glück in der Liebe haben. Am Fuß des Tempels teilt sich der Otowa-Wasserfall in drei Ströme. Jeder der drei Ströme soll einen Wunsch erfüllen: ein langes Leben, Erfolg beim Lernen oder Glück in der Liebe. Erkunde nach deinem Besuch die Straßen von Higashiyama mit ihren kleinen, unabhängigen Geschäften für Süßigkeiten und Kunsthandwerk.
Nara-Park, Nara. Foto: Koon Chakhatrakan, Unsplash
Fotoindex-Wert: 57
In Nara, zwischen Kyoto und Osaka, geht es ruhiger zu als in den Nachbarstädten. Im Nara-Park leben mehr als 1.000 Hirsche. Sie gelten als Götterboten, weil der Überlieferung nach eine Gottheit auf einem weißen Hirsch hierherkam. Besucher:innen kaufen spezielle Cracker, um die Tiere zu füttern. Viele Hirsche verbeugen sich dafür. Im Herbst bilden goldgelbe Ginkgos und rote Ahornbäume eine schöne Fotokulisse. Zum Sonnenuntergang lohnt sich die Veranda der am Hang gelegenen Nigatsu-dō-Halle. Auf dem Tempelgelände beherbergt die Große Buddhahalle den 15 Meter hohen Großen Buddha aus Bronze. Dahinter steht eine Holzsäule mit einem Loch, das so groß ist wie eines der Nasenlöcher der Statue. Wer hindurchpasst, soll Glück haben.
Sensō-ji, Tokio. Foto: Scott Milton, Unsplash
Foto: Tânia Mousinho, Unsplash
Fotoindex-Wert: 53
Dieser alte buddhistische Tempel liegt in Asakusa. Mit seiner niedrigen Bebauung wirkt das Viertel wie eine andere Welt als Shibuya und Shinjuku. Der Legende nach zogen zwei Brüder beim Fischen im Sumida eine Statue von Kannon, der Göttin der Barmherzigkeit, aus dem Wasser. Um sie unterzubringen, errichteten sie den Sensō-ji. Am Eingang des Kaminarimon-Tors hängt eine große rote Papierlaterne, an deren Unterseite ein geschnitzter Holzdrache zu sehen ist. Dahinter führt die belebte Nakamise-dōri mit ihren Ständen für Kunsthandwerk und Süßigkeiten zum Tempel. Zum Gelände gehören eine 53 Meter hohe, fünfgeschossige Pagode – die zweithöchste Japans – und ein bronzenes Räuchergefäß, der Jōkōro. Hier fächeln sich Besucher:innen den Rauch zu. Komm zum Sonnenuntergang, um die beleuchtete Pagode zu fotografieren. Jedes ihrer Stockwerke steht für eines der fünf buddhistischen Elemente: Erde, Wasser, Feuer, Wind und Leere.
Burgpark Osaka, Osaka. Foto: Rory McKeever, Unsplash
Fotoindex-Wert: 46
Der Burgpark von Osaka bildet einen grünen Gegenpol zum Neonlicht und zum Trubel der Stadt. Hinter dem Burggraben erheben sich die gläsernen Hochhäuser des Osaka Business Park. Toyotomi Hideyoshi ließ 1583 die ursprüngliche Burg errichten und ihren fünfgeschossigen Hauptturm mit Blattgold vergolden. Bei der Belagerung von Osaka 1615 wurde sie zerstört. Der heutige Turm ist ein Wiederaufbau aus dem Jahr 1931 und beherbergt ein Museum. Geh zum Sakura-Tor und halte nach dem Oktopusstein Ausschau: Die 120 Tonnen schwere Steinplatte verdankt ihren Namen einer tentakelartigen Zeichnung an einer Ecke. Im Nishinomaru-Garten leuchten die Ahornbäume im Herbst rot rund um die weißen, goldverzierten Mauern und das Teehaus Hōshōan. Besonders schöne Fotos entstehen in der Abenddämmerung, wenn das Licht warm ist und es ruhiger wird. Fahre anschließend mit der U-Bahn zum Dōtonbori-Kanal. Dort erwarten dich leuchtende Werbetafeln, darunter der berühmte Glico-Läufer, bevor du dich durch das Angebot der Straßenstände probierst.
Tenryū-ji, Kyoto. Foto: Masaaki Komori, Unsplash
Fotoindex-Wert: 43
Der Tenryū-ji liegt neben dem Bambushain von Arashiyama. Im Herbst färbt sich der Sōgenchi-Garten, der zum UNESCO-Weltkulturerbe des Tempels gehört, orange und rot. Die bewaldeten Berge von Arashiyama gehen hier optisch in den Garten über. Ein Weg entlang des zentralen Teichs lädt zum Spazierengehen ein. Plane deinen Besuch so, dass du auch das Deckengemälde des Wolkendrachen in der Dharma-Halle sehen kannst. Es wurde von Matazō Kayama handgemalt. Das Auge des Drachen scheint dir zu folgen, während du dich durch die Halle bewegst.
Ueno-Zoo, Tokio. Foto: Mak, Unsplash
Foto: Tsuyoshi Kozu, Unsplash
Fotoindex-Wert: 42
Seit 1882 gehört der Ueno-Zoo zum Ueno-Park in Tokio. Eingebettet zwischen Ginkgobäumen in Rot, Orange und Gelb bietet er eine Pause vom Sightseeing. Erkunde den Gorillawald, in dem Westliche Flachlandgorillas, Sumatra-Tiger, Weißhandgibbons und Asiatische Elefanten zu sehen sind. Der Ost- und der Westgarten des Zoos waren einst durch Japans erste Einschienenbahn verbunden. Heute führt die Aesop-Brücke von einem Teil zum anderen.
Kenrokuen-Garten, Kanazawa. Foto: Bapak Moto, Unsplash
Foto: Emiliano Lara, Unsplash
Fotoindex-Wert: 39
Der Kenrokuen zählt zu den drei berühmtesten Gärten Japans. Hier findest du Teehäuser, Brücken, Wasserspiele und 183 Pflanzenarten. Spaziere zwischen orangefarbenen und roten Ahornbäumen nahe dem Kodatsuno-Tor an der Ostseite des Gartens. Halte anschließend nach der Kotoji-tōrō Ausschau, einer zweibeinigen Steinlaterne am Kasumigaike-Teich. Den Nachmittag kannst du in den Vierteln Kazuemachi und Higashi Chaya in Kanazawa verbringen. Die ehemaligen Geisha-Viertel aus der Edo-Zeit sind von Teehäusern mit Gitterfassaden, Holzbauten und Laternen geprägt.
Meiji-Schrein, Tokio. Foto: Aestelle, Unsplash
Fotoindex-Wert: 39
Zehn Gehminuten vom Bahnhof Harajuku entfernt empfängt dich der Meiji-Schrein mit einem hohen Torii-Tor und dichtem Wald: Rund 120.000 Bäume aus 365 Arten wachsen hier. Mitte November zieht es viele Menschen zur Ginkgo-Allee im Meiji Jingu Gaien, wo die Bäume einen 300 Meter langen goldenen Tunnel bilden. Der Innere Garten ist älter als der Schrein und gehörte einst zum Anwesen von Katō Kiyomasa aus der Edo-Zeit. Lass dir den Kiyomasa-Brunnen nicht entgehen, einen abgeschiedenen Ort, der von Quellwasser gespeist wird.
Um die meistfotografierten Orte Japans zu ermitteln, hat Popsas Data-Science-Team Millionen von Fotos ausgewertet, die Kund:innen im Jahr 2025 hochgeladen haben. Anhand der Standortdaten identifizierte das Team Bilder, die zwischen September und November an den meistbesuchten Orten Japans aufgenommen wurden, und sortierte die Orte nach der Gesamtzahl der dort aufgenommenen Fotos.
Jeder Ort erhielt einen Fotoindex-Wert, der das Aufkommen an Fotos im Vergleich zu allen anderen Orten im Datensatz widerspiegelt. Anschließend wurden die Werte auf einer Skala von 0 bis 100 normalisiert, wobei der meistfotografierte Ort als Referenz diente. Das Ergebnis bildet tatsächliches Reiseverhalten ab und zeigt, welche Orte Menschen besonders dazu inspirieren, ihre Erinnerungen festzuhalten.