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Die meistfotografierten Nationalparks im Vereinigten Königreich

Von den nebelverhangenen Hügeln im Lake District bis zu den Kreideklippen der South Downs – wir zeigen, welche Nationalparks im Vereinigten Königreich Popsa-Reisende einfach nicht loslassen

Photo of Georgina Groom-Rietschy

15. Apr. 202610 min

Die meistfotografierten Nationalparks im Vereinigten Königreich
Die meistfotografierten Nationalparks im Vereinigten Königreich

Artikel auf einen Blick

Lake District National Park, Cumbria. Foto: Pexels

Die Nationalparks des Vereinigten Königreichs reichen von den Granitbergen der schottischen Highlands bis zu den hellen Kreideklippen der South Downs – Landschaften, die mit jeder Jahreszeit Farbe und Charakter wechseln. Viele Parks grenzen direkt an große Städte: Die Vororte von Sheffield und Manchester gehen fast nahtlos in den Peak District über, und die South Downs beginnen praktisch vor den Toren Londons. Wir haben Millionen von Kundenfotos auf Grundlage einer datenbasierten Auswertung analysiert, um herauszufinden, welche Parks 2025 am häufigsten fotografiert wurden – und welche Aussichtspunkte bis heute besonders viele Menschen anziehen.

Unangefochten an der Spitze steht der Lake District. Seine Fells, Tarns und markanten Höhenzüge sind für Fotograf:innen so reizvoll wie kaum eine andere Landschaft im Land. Weiter unten in der Rangliste verschiebt sich das Bild: Die weiten Wildnisparks Schottlands bleiben trotz ihrer dramatischen Landschaften überraschend wenig beachtet, während Nationalparks mit dem Status eines International Dark Sky Reserve – darunter Northumberland und Exmoor – leise eine neue Generation von Nachthimmel-Fotograf:innen anziehen.

Mehr dazu, wie die Daten analysiert und die Fotoindex-Werte berechnet wurden, findest du in der Methodik am Ende dieses Artikels.

Lake District National Park, Cumbria. Foto: Pexels

1. Lake District National Park, Cumbria

Fotoindex-Wert: 100

Englands größter Nationalpark vereint auf engem Raum eine bemerkenswerte Vielfalt: schroffe Fells (Hügel), glitzernde Seen und zerklüftete Gipfel, deren Farben und Schatten sich mit dem Licht verändern. Tarn Hows und Buttermere zählen zu den Dauerfavoriten; ihre stillen Wasserflächen spiegeln die raue Umgebung wider. Wastwater – der tiefste See Englands – bietet eine dunklere, stimmungsvollere Kulisse, besonders im Herbst, wenn tiefe Wolken am rötlich-braunen Grasland hängen. Für erhöhte Perspektiven bietet der Grat von Catbells gut erreichbare Panoramablicke über Derwentwater, ohne ohne eine besonders anspruchsvolle Tour unternehmen zu müssen, während Scafell Pike die Mühe mit weiten Ausblicken belohnt – am besten bei Sonnenaufgang, bevor sich der Nebel aus den Tälern hebt.

Kreideklippen der Seven Sisters. Foto: Pexels

2. South Downs National Park, Hampshire & West Sussex

Fotoindex-Wert: 79

Der jüngste Nationalpark des Vereinigten Königreichs erstreckt sich über etwa 160 Kilometer von den Kreideklippen der Seven Sisters bis zu den alten Wäldern des Itchen Valley. Die Seven Sisters ziehen mit ihrer eindrucksvollen Küstenlinie viele Besucher:innen an: eine Abfolge weißer Klippen über dem Ärmelkanal – am besten von Seaford Head aus zur Goldenen Stunde fotografiert. Der Park ist als International Dark Sky Discovery Area ausgewiesen und zählt damit zu den zugänglichsten Orten im Süden Englands für Nachtfotografie. Der weite, niedrige Horizont ermöglicht klare Blicke – bei starker Sonnenaktivität zeigt sich hier gelegentlich sogar das Nordlicht.

Peak District National Park, Derbyshire. Foto: Pexels

3. Peak District National Park, Derbyshire

Fotoindex-Wert: 53

Der erste Nationalpark Großbritanniens bietet zwei unterschiedliche Landschaften. Im Dark Peak bestimmen markante Gritstone-Kanten das Bild – ideal für weite Moorlandschaften im Morgengrauen, wenn das flache Licht über den Fels streicht. Südlich davon beeindruckt der White Peak mit seinen Kalksteintälern und Trockenmauern. Vom Grat des Mam Tor eröffnet sich ein eindrucksvoller Ausblick über das Hope Valley. Die viktorianischen Bögen des Headstone Viaducts, eingerahmt vom bewaldeten Wye Valley darunter, solltest du dir nicht entgehen lassen – erreichbar über den rund 13 Kilometer langen Monsal Trail.

Roydon Woods Nature Reserve. Foto: Unsplash

4. New Forest National Park, Hampshire

Fotoindex-Wert: 38

Englands ältestes königliches Jagdgebiet bietet eine ruhigere, intimere Fotokulisse. Frei umherziehende Pferde, Hirsche und Rinder gehören hier zu den markantesten Motiven. Die Wälder rund um Bolderwood und Mark Ash Wood sorgen das ganze Jahr über für stimmungsvolle Szenen – von Teppichen aus Glockenblumen im Frühling über nebelverhangene Eichen im Herbst bis hin zu leuchtenden Heidelandschaften im Sommer. Brockenhurst gilt als Ausgangspunkt für Tierbeobachtungen, während Beaulieu mit seinen wilden Gärten und seiner Lage am Fluss besticht.

Llyn Idwal, Eryri National Park, Gwynedd. Foto: Pexels

5. Eryri National Park, Gwynedd

Fotoindex-Wert: 32

Der bekannte Nationalpark in Wales ist rund um den Snowdon angelegt, dessen Gipfel weite Ausblicke über zerklüftete Grate und Gletscherseen bietet. Der Pyg Track und der Miners’ Track bieten bereits beim Aufstieg eindrucksvolle Bildkompositionen, während das glitzernde Wasser des Llyn Glaslyn einen markanten Vordergrund bildet. Am Ufer des Llyn Padarn rahmt der Lonely Tree den Snowdon in einer der meistfotografierten Ansichten des Parks.

Pembrokeshire Coast National Park, Pembrokeshire. Foto: Unsplash

6. Pembrokeshire Coast National Park, Pembrokeshire

Fotoindex-Wert: 28

Eine eindrucksvolle Abfolge aus Kalksteinbögen, Felsnadeln, versteckten Buchten und weiten Stränden prägt den einzigen Küsten-Nationalpark des Vereinigten Königreichs. Die rund 300 Kilometer lange Küste verändert sich mit dem Licht und den Gezeiten. Besonders Barafundle Bay zieht bei Ebbe viele Besucher:innen an, wenn sich der gesamte Sandbogen freilegt. Zwischen April und Juli lohnt sich ein Abstecher zu den Klippen von Skomer Island, wo Papageitaucher aus nächster Nähe zu beobachten sind. In ruhigeren Buchten – vor allem rund um Ramsey Island – liegen das ganze Jahr über Kegelrobben an Land, besonders im Herbst, wenn die Jungtiere zur Welt kommen.

Loch Muick, Cairngorms National Park, Highlands. Foto: Unsplash

7. Cairngorms National Park, Highlands

Fotoindex-Wert: 27

Mit mehr als sechs Prozent der schottischen Landfläche ist dies der größte Nationalpark des Vereinigten Königreichs – eine Landschaft aus Granitbergen, Kiefernwäldern und schimmernden Lochs. Der Sandstrand am Loch Morlich rahmt die Cairngorm Mountains, während sich die Burgruine am Loch an Eilean im Wasser spiegelt und zu den beliebtesten Bildmotiven des Parks zählt. Im August stehen die Wälder von Rothiemurchus und Abernethy in violettem Heidekraut – besonders eindrucksvoll bei Sonnenaufgang, wenn das flache Licht über die Moorflächen streicht. Im Winter bietet der Cairngorm Mountain eine der wenigen schneebedeckten Landschaften Großbritanniens.

Conic Hill, Loch Lomond. Foto: Unsplash

8. Loch Lomond and The Trossachs National Park, Stirling

Fotoindex-Wert: 26

Schottlands am leichtesten erreichbarer Nationalpark liegt entlang der Highland Boundary Fault und vereint sehr unterschiedliche Landschaften – weniger als eine Stunde von Glasgow entfernt. Loch Lomond fotografierst du am besten vom Conic Hill oder vom Ufer bei Balmaha, wo Ben Lomond eindrucksvoll über den bewaldeten Inseln des Sees aufragt. Östlich davon bieten die Trossachs eine ruhigere Kulisse: Die dunklen Wasser des Loch Katrine, gerahmt von Beinn Venue, zählen zu den Höhepunkten, ebenso wie die von dichtem Wald umgebenen Falls of Falloch.

Yorkshire Dales National Park, North Yorkshire. Foto: Pexels

9. Yorkshire Dales National Park, North Yorkshire

Fotoindex-Wert: 24

Diese typisch englische Landschaft inspiriert seit Jahrhunderten Schriftsteller:innen. Ein Mosaik aus Kalksteinpfaden, Trockenmauern und weiten Moorflächen prägt die Dales. Malham Cove mit seiner gewaltigen, geschwungenen Felswand ist das wohl markanteste Motiv, während die viktorianischen Bögen des Ribblehead Viaduct eine besonders eindrucksvolle Komposition ergeben. Die Settle-Carlisle-Bahnlinie eröffnet unvergleichliche Ausblicke durch sonst schwer zugängliche Täler, und ein dichtes Netz an Reitwegen macht den Park ideal für Radfahrer:innen und Wandernde.

Llyn y Fan Fawr, Bannau Brycheiniog National Park, Powys. Foto: Pexels

10. Bannau Brycheiniog National Park, Powys

Fotoindex-Wert: 20

Der neu benannte walisische Nationalpark, früher als Brecon Beacons bekannt, bietet weit mehr als nur seine flachen Gipfel. Die markante Silhouette des Pen y Fan fängst du am besten im Morgengrauen vom Storey Arms aus ein, während der Wasserfall-Rundweg im Mellte Valley durch bewaldete Schluchten führt. Nach Einbruch der Dunkelheit verändert der Status als International Dark Sky Reserve die Landschaft spürbar. Am Usk Reservoir und am Llangorse Lake gibt es gut erreichbare Orte für Astrofotografie.

North York Moors National Park, North Yorkshire. Foto: Pexels

11. North York Moors National Park, North Yorkshire

Fotoindex-Wert: 19

Im August färbt das Heidekraut die North York Moors in leuchtendes Violett. Goathland und Blakey Ridge zählen zu den schönsten Aussichtspunkten, wenn sich der Morgennebel hebt. Die Küste setzt dazu einen starken Kontrast: Die gotischen Ruinen der Whitby Abbey – Inspiration für Bram Stokers Dracula – ragen dramatisch über den Hafen, während die gestuften Dächer von Robin Hood’s Bay bis hinunter zum Meer fallen. Die North Yorkshire Moors Railway durchzieht das Herz des Parks; Dampfloks queren bei Newtondale die offenen Moorflächen.

Haytor Rocks, Dartmoor National Park, Devon. Foto: Unsplash

12. Dartmoor National Park, Devon

Fotoindex-Wert: 17

Auf einem über Jahrtausende geformten Granitplateau erheben sich die typischen Tors aus dem offenen Moor – Formationen, die es sonst nirgendwo im Land gibt. Haytor und Hound Tor zählen zu den bekanntesten Motiven, am eindrucksvollsten im Morgengrauen, wenn tiefe Wolken über das Moor ziehen und die Felsflächen das erste Licht einfangen. Wilde Ponys streifen frei durch die Landschaft und sorgen für unvorhersehbare Tieraufnahmen, die Geduld belohnen. Die Steinreihen aus der Bronzezeit von Merrivale setzen einen markanten Vordergrund vor einem weiten Himmel. Kaum eine Landschaft in England wechselt ihre Stimmung so schnell – Nebel, Sonne und Sturm können dank der exponierten Lage am Atlantik innerhalb derselben Stunde aufziehen.

The Broads, Norfolk. Foto: iStock

13. The Broads, Norfolk

Fotoindex-Wert: 10

Hier prägen Weite und Stille die Landschaft – keine Gipfel, nur ein weiter Himmel, spiegelglatte Wasserwege und ein ständig wechselndes Licht, das sich denen erschließt, die sich Zeit nehmen. Am besten erkundest du das Netz aus Flüssen und Seen mit dem Boot, denn viele Perspektiven eröffnen sich nur vom Wasser aus. Hickling Broad und Horsey Mere zählen zu den schönsten Orten für Aufnahmen im Morgengrauen, wenn der Nebel flach über der Oberfläche liegt. Die Region gehört zu den vogelreichsten Gebieten Englands: Rohrweihen streifen ganzjährig über die Schilfflächen, im Frühling hallt der Ruf der Rohrdommel über das Wasser, und auch Otter, die nach Jahrzehnten des Rückgangs wieder zahlreicher werden, sorgen für seltene Tieraufnahmen.

Exmoor National Park, Somerset. Foto: Pexels

14. Exmoor National Park, Somerset

Fotoindex-Wert: 9

Während Dartmoor im Landesinneren wirkt, trifft Exmoor auf das Meer: Seine Moorflächen fallen dramatisch zum Bristol Channel ab, durchzogen von bewaldeten Tälern und Steilklippen, die eine fotografische Vielfalt bieten, mit der sein granitener Nachbar kaum mithalten kann. Das Valley of Rocks bei Lynton bietet die markanteste Aussicht auf die Küste des Parks. Auf den Hochmooren oberhalb des Dunkery Beacon streifen Rothirsche – die größten frei lebenden Landsäugetiere Großbritanniens. Besonders im Oktober, während der Brunft, entstehen hier im ersten Licht des Tages eindrucksvolle Tieraufnahmen.

Northumberland National Park. Foto: Pexels

15. Northumberland National Park, Northumberland

Fotoindex-Wert: 4

Englands abgelegenster Nationalpark vermittelt eine Weite und Einsamkeit, wie sie in dieser Liste sonst kaum zu finden ist. Der Hadrianswall zieht sich in eindrucksvoller Linienführung über den Whin Sill – Steel Rigg und Cawfields zählen zu den schönsten Abschnitten für Landschaftsaufnahmen im Morgengrauen ebenso wie für Nachthimmelfotografie. Als größtes geschütztes Dark-Sky-Gebiet Europas spannt sich hier an klaren Nächten die Milchstraße in einer Klarheit über den Himmel, die weiter südlich kaum möglich ist. Die Cheviot Hills im Norden bieten weite, menschenleere Moorlandschaften, die nahezu unberührt wirken.

Methodik

Um zu ermitteln, welche Nationalparks im Vereinigten Königreich am häufigsten fotografiert wurden, analysierte das Data-Science-Team von Popsa Millionen von Fotos, die Kund:innen 2025 hochgeladen haben. Anhand der Standortdaten identifizierten wir Aufnahmen innerhalb der Grenzen der britischen Nationalparks und ordneten sie nach ihrem Gesamtvolumen.

Jeder Park erhielt einen Fotoindex-Wert, der das relative Aufkommen an Fotos im Vergleich zu allen anderen Parks im Datensatz widerspiegelt. Anschließend wurden die Werte auf einer Skala von 0 bis 100 normalisiert, wobei der meistfotografierte Park als Referenz diente. So entsteht ein Ranking, das tatsächliches Reiseverhalten abbildet – und zeigt, wo Menschen nicht nur unterwegs sind, sondern besonders häufig zum Fotografieren innehalten.

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