4. Ein schneller Trick
Blumen, die dicht über dem Boden wachsen, sind fotografisch eine kleine Herausforderung. Eine einfache Hilfe ist ein improvisiertes Mini-Stativ. Ich fülle zum Beispiel einen Reise-Kompressionsbeutel mit kleinen Kügelchen – so entsteht eine wasserfeste, stabile Unterlage für die Kamera. Besonders praktisch ist das bei Kameras mit klappbarem Display. Noch einfacher: Ein großer Gefrierbeutel mit trockenem Reis oder Hülsenfrüchten. Er lässt sich formen und bietet auch einem Smartphone sicheren Halt.
Wenn du mit der Blendenöffnung (f-Wert) vertraut bist, denk daran, dass Objektive und Smartphones eine minimale Fokussierdistanz haben. Für besonders detailreiche Nahaufnahmen werden oft Makroobjektive verwendet – sowohl für Spiegelreflex- als auch für spiegellose Kameras sowie als Aufsatz für Smartphones. Da sie sehr nah fokussieren, ist die Tiefenschärfe entsprechend gering.
Bei einer kleinen Blendenzahl wie f/2,8 ist nur ein sehr schmaler Bereich scharf – besonders, wenn du dicht an der Blüte arbeitest. Wenn du möglichst viele Details abbilden möchtest, beginne bei etwa f/5 und taste dich von dort weiter vor, je nachdem, welchen Effekt du erzielen willst. Falls dein Smartphone im Porträtmodus eine Anpassung des f-Werts erlaubt, lohnt es sich, auch das auszuprobieren.