Geschichten
So gelingen dir die schönsten Fotos am ersten Schultag
Erprobte Tipps von Eltern, um diese besonderen Meilensteine mit deinen Kindern festzuhalten
Aimee Morris
Content Creator
3. Sep. 2025∙6 min


Geschichten
Erprobte Tipps von Eltern, um diese besonderen Meilensteine mit deinen Kindern festzuhalten
Aimee Morris
Content Creator
3. Sep. 2025∙6 min


Der erste Schultag, der Start in die Kita oder sogar ein neues Jahr im Homeschooling gehört zu jenen großen Familienmomenten. Der Rucksack ist noch viel zu groß, die Schuhe sind blitzeblank – aber nicht lange – und alle sind gleichermaßen nervös und aufgeregt. Und doch fühlen sich die Fotos oft weniger magisch an als der Moment selbst: Plötzlich hat jeder vergessen, wie man natürlich lächelt, Geschwister streiten darüber, wer wo stehen darf, und am Ende hast du fünfzig fast identische Haustürbilder mit leicht angespannter Stimmung.
Content Creator und dreifache Jungs-Mama Aimee Morris kennt diese Mischung aus Chaos und Gefühl nur zu gut. Hier teilt sie ihre Tipps und Ideen, damit deine Fotos vom ersten Tag nicht nur auf dem Handy bleiben, sondern es wert sind, ausgedruckt und Jahre später mit einem Lächeln wieder angeschaut zu werden.
Foto: Aimee Morris
Ja, das Foto vor der Haustür ist ein Klassiker. Aber es muss nicht das einzige Bild bleiben. Versuch es doch mal im Garten im Morgenlicht, unter dem Lieblingsbaum oder während sie sich im Flur noch schnell in die Schuhe zwängen. Wenn es morgens zu hektisch ist, mach das Foto einfach auf dem Weg zur Schule – Rucksäcke hüpfen, Kinder trotten neben dir her, du hältst den Kaffee fest umklammert. Am Ende sind es immer die alltäglichen Momente, die du am meisten vermisst – und am meisten liebst.
Gib deinen Kindern ruhig mal die Kamera. So fühlen sie sich einbezogen und gestalten den Moment mit. Vielleicht entsteht ein verwackeltes Selfie oder sie zoomen viel zu nah ran – aber genau darin zeigt sich ihre eigene Sicht auf diesen Tag. Und noch eine Idee: Lass sie die Kamera auf dich richten. Oft sind es die Eltern, bei denen an diesem Tag die Gefühle am deutlichsten zu sehen sind – ein nervöses Lächeln, feuchte Augen, stolze Gesichter. Ein Foto von Mama oder Papa aus der Perspektive der Kinder am ersten Tag erzählt eine ganz andere Seite der Geschichte. Genau diese Bilder sind es, die ihr später am meisten schätzen werdet.
Foto: Aimee Morris
Nicht jedes Kind hat Lust, vor der Kamera zu posieren, und das ist in Ordnung. Das „Ich will kein Foto“-Gesicht erzählt oft mehr als jede steife Pose. Und der Moment, in dem der Rucksack das Geschwisterkind trifft? Viel echter als jedes aufgesetzte Lächeln. Genau über diese Bilder werdet ihr in ein paar Jahren lachen, weil sie echt sind. Kämpf nicht gegen mürrische Gesichter oder verschwommene Bilder mitten beim Laufen – oft werden gerade diese Fotos eure Lieblingsbilder.
Foto: Aimee Morris
Ein ganz einfacher Trick: Geh in die Hocke. Wenn du auf Augenhöhe fotografierst, wirkt das Bild sofort persönlicher und weniger nach „Elternteil von oben herab“. So fängst du die Aufregung (oder die Nervosität) in ihrem Gesicht ein, die kleinen Details der neuen Schulkleidung und ihre liebenswerten Angewohnheiten wie am Ärmel kauen oder an den Socken zupfen. Dinge, die irgendwann einfach nicht mehr da sind.
Manche der bewegendsten Bilder zeigen nicht einmal ihre Gesichter. Ein Foto, auf dem sie vor dir hergehen, ihre Tasche festhalten oder deine Hand greifen, bringt dieses besondere Gefühl oft besser auf den Punkt als jede Pose. Bei den Kleinen sind es die kurzen Beine, die in viel zu großer Kleidung losmarschieren. Bei den Größeren ist es der Moment, in dem sie sich aus deiner Hand lösen und selbstbewusst weitergehen. So oder so sagt dieses Bild: „Jetzt geht es los.“
Foto: Aimee Morris
Hand aufs Herz: Dass alle Kinder gleichzeitig stillstehen und nett lächeln, ist … ziemlich unwahrscheinlich. Einer schmollt, jemand verdreht die Augen – und ja, manchmal kommen auch kleine Bestechungen ins Spiel. Statt um aufgesetzte Lächeln zu bitten, gib ihnen lieber etwas, das sie gemeinsam tun können. Starte ein kleines Wettrennen den Gartenweg entlang, lass sie sich gegenseitig ihre neuen Brotdosen zeigen oder fordere sie heraus, das albernste Gesicht zu ziehen. Das Kichern – und das gelegentliche Chaos – fühlt sich am Ende viel echter an als jedes erzwungene Grinsen.
Foto: Aimee Morris
Richte den Fokus nicht nur auf Gesichter, sondern auch auf die vielen Kleinigkeiten. Die geschniegelt nebeneinanderstehenden Schuhe im Flur, eine neue Trinkflasche, der Sticker, den sie stolz auf ihren Pullover geklebt haben, oder wie sie vor dem Abschied noch ihr Kuscheltier fest an sich drücken. In ein paar Jahren sind es genau diese Details, die dich beim Durchblättern eines Fotobuchs innehalten und lächeln lassen.
Foto: Aimee Morris
Wenn deine Kinder anders ins neue Schuljahr starten, kannst du diesen Moment trotzdem auf deine Weise feiern. Manche Familien im Homeschooling beginnen mit einem großen Picknick im Park – dort entstehen weniger gestellte Porträts, sondern Fotos von Kindern auf Bäumen oder lachend auf Picknickdecken mit Snacks. Andere machen ein besonderes „Erster-Tag-Abenteuer“ daraus, etwa einen Ausflug in die Natur oder in den Zoo, um ihr Kind beim Lernen außerhalb des Klassenzimmers festzuhalten. Weniger steife Porträts, mehr erzählende Bilder, die zeigen, wie Lernen und Alltag in deiner Familie wirklich aussehen.
Foto: Aimee Morris
Hör nicht auf zu fotografieren, sobald die Verabschiedung vorbei ist – oft entstehen die schönsten Bilder erst nach dem ersten Tag. Für Kita- oder Schulanfänger kann ein Eis auf dem Heimweg nicht nur eine Belohnung sein, sondern auch ein perfekter Fotomoment: klebrige Finger, leicht verrutschte Kleidung, breite Grinsen (oder große Gähner). Bei älteren Kindern ist es vielleicht das erschöpfte Zusammensinken auf dem Sofa mit einem Snack oder das stolze Präsentieren der Sticker im Hausaufgaben- oder Lesetagebuch. Genau diese kleinen Rituale sind es, an die du dich später erinnern möchtest – und sie erhöhen die Chance, dass dein Kind sich gern fotografieren lässt.
Setz nicht alles auf ein einziges Morgenfoto, sondern verteile es über den Tag. Mach drei oder vier Aufnahmen: das Frühstückschaos am Tisch, die Hektik vor der Haustür, den Weg zur Schule und den entspannten Moment danach. Zusammen erzählen sie eine viel vollständigere Geschichte. Und wenn du sie später in einem Fotobuch druckst, entsteht daraus eine echte Erzählung – nicht nur ein einzelner, angespannter Augenblick.
Fotos vom ersten Schultag müssen nicht perfekt sein. Sie müssen sich nach euch anfühlen. Ob dein Kind in die Kamera strahlt, sie missmutig anschaut oder mitten im Bild davonläuft – genau diese Momente sind es wert, festgehalten zu werden.
Also such dir dieses Jahr ein paar Lieblingsbilder aus, lass sie nicht einfach auf dem Handy liegen und halte die echten Augenblicke fest. Druck sie in einem Popsa Fotobuch, denn es sind genau diese Meilensteine, auf die du in vielen Jahren zurückblicken – und gemeinsam darüber lachen – wirst.