Fotografie

Durch die Augen des Anderen: So gelingen dir bessere Fotos von deinem Partner

Sarah-Louise und Christopher Phelps zeigen dir, wie du deine bessere Hälfte fotografierst – und was das über Liebe, Geduld und Perspektive verrät

A man and woman stand together indoors, both wearing dark cardigans. The woman has long, wavy hair, and the man has short, styled hair.

Sarah-Louise and Christopher Phelps

Multidisziplinäre Kreative

30. Okt. 20257 min

A person in a yellow dress stands on a balcony with potted plants, under the shadow of palm trees, against a beige building.
A person in a yellow dress stands on a balcony with potted plants, under the shadow of palm trees, against a beige building.

Artikel auf einen Blick

  • Wenn du deinen Partner fotografierst, stärkt das eure Verbindung. Nehmt euch vor dem Shooting einen Moment zum Ankommen – dann entstehen natürliche Ausdrücke und das Fotografieren wird zu einem gemeinsamen Erlebnis.

  • Bewegung hilft, Anspannung zu lösen. Geht ein paar Schritte, verändert eure Haltung oder interagiert miteinander – so entstehen ehrlichere Bilder als bei starren Posen.

  • Licht beeinflusst die Stimmung stärker als jede andere Technik. Weiches Tageslicht verleiht Fotos Tiefe und Atmosphäre, ohne inszeniert zu wirken.

  • Der Kontext erzählt die eigentliche Geschichte. Umgebung, Gegenstände und Gesten zeigen oft mehr Persönlichkeit als ein reines Porträt.

  • Arbeitet zusammen, statt nur Anweisungen zu geben. Eine gemeinsame Idee macht das Fotoshooting zu einem Erlebnis, das sowohl die Bilder als auch eure Beziehung stärkt.

Sarah-Louise und Christopher Phelps sind ein kreatives Paar, dessen gemeinsame Leidenschaft für Fotografie sie über mehrere Kontinente geführt hat. Sie haben mit Luxusmarken wie Aman, Ritz-Carlton, Bentley Motors und IWC Watches zusammengearbeitet.

Was mit spontanen Wochenendfotos voneinander begann, ist heute unsere Reise- und Lifestyle-Plattform @sarahlouiseandchristopher. Dort halten wir Menschen, Orte und Momente fest, die uns inspirieren. Und doch sind es nicht die großen Kampagnen oder Fernreisen, die uns am meisten bedeuten, sondern die einfachen Szenen: dein Partner im warmen Licht eines späten Nachmittags, lachend in einem Café oder an eine Tür gelehnt in einer ruhigen Straße. Für uns geht es beim Fotografieren nicht nur um das Bild, sondern auch um Nähe, Aufmerksamkeit und darum, einander immer wieder neu zu sehen. Wir hoffen, unsere Gedanken inspirieren dich, selbst zur Kamera zu greifen und den Moment bewusster wahrzunehmen.

Den eigenen Partner zu fotografieren, bringt oft mehr mit sich als nur die Frage nach dem besten Winkel. Da sind unbeholfene Posen, zögerliche Momente, ungünstiges Licht – all das kann den kreativen Fluss bremsen. Ob in Luxusresorts auf Reisen oder bei uns zu Hause im Alltag (@no.17house): Wir haben oft erlebt, wie gute Absichten an solchen Hürden scheitern. Doch wenn du dich auf den Moment einlässt – auf das entspannte Gespräch, das wechselnde Licht, das echte Lächeln –, verändert sich etwas. Du erhältst nicht nur natürlichere, schmeichelhafte Bilder. Ihr teilt auch eine Erfahrung, die euch näherbringt. Mit ein paar bewussten Anpassungen – viele davon haben wir bei Shootings für internationale Marken entwickelt – fließen eure Sessions leichter. Und die Bilder wirken lebendiger.

A woman and a child in swimsuits play at the edge of clear turquoise water on a sandy beach.

Foto: Christopher Phelps

Sorge für eine entspannte Atmosphäre, bevor du zur Kamera greifst

Die besten Fotos entstehen, wenn dein Partner sich wohlfühlt – und das beginnt lange vor dem ersten Klick. Auf Reisen starten wir oft mit einem Gespräch, einem kleinen Witz oder einer einfachen Frage wie: „Was war heute dein schönster Moment?“ Zu Hause helfen Musik, ein Kaffee oder ein gemeinsamer Blick zurück. Fühlt sich dein Partner nicht wie auf einem Set, sondern einfach wie er selbst, wird die Körpersprache weicher und der Blick offener. Genau diese Echtheit möchtest du festhalten.

Man and child walking on a stone path beside a glass-walled building, surrounded by trees and greenery.

Foto: Sarah-Louise Phelps

Beginne mit Bewegung statt mit Posen

Starre Posen wirken schnell unnatürlich. Bei Shootings lassen wir die Person vor der Kamera lieber ein paar Schritte gehen, eine Hand bewegen oder sich an eine Wand lehnen, statt einfach nur dazustehen und zu lächeln. Zu Hause funktioniert das genauso: Bitte deinen Partner, sich natürlich zu bewegen, die Kleidung zu richten, sich durchs Haar zu fahren oder aus dem Fenster zu schauen. Bewegung nimmt die Aufmerksamkeit vom Gefühl, fotografiert zu werden und lässt echte Momente entstehen – ein Lachen, eine nachdenkliche Pause. Nutze den Serienbildmodus und wähle später die Aufnahmen aus, die sich am ehrlichsten anfühlen.

Man in a white shirt and dark pants stands on a sunlit patio, casting a shadow on a wall with a door and lantern.

Foto: Sarah-Louise Phelps

Nutze natürliches Licht

Licht macht den Unterschied. Auf Reisen suchen wir gezielt nach Fenstern, offenem Schatten oder der goldenen Stunde, um die Person vor der Kamera in weiches Licht zu tauchen. Auch zu Hause genügt ein Platz am großen Fenster – dieses warme Licht, wie man es aus einer Hotellobby bei Sonnenuntergang kennt. Draußen solltest du die grelle Mittagssonne meiden und stattdessen Schatten oder Gegenlicht nutzen, das einen sanften Schimmer erzeugt. Ein einfacher Trick: Positioniere deinen Partner so, dass das Licht von hinten oder von der Seite einfällt. Das verleiht dem Bild Tiefe und hebt die Stimmung. Wer beginnt, Licht bewusst wahrzunehmen, merkt schnell, wie stark es die Atmosphäre prägt.

Man in white shirt reading on a patterned bench, with a tote bag beside him, under partial shade.

Foto: Sarah-Louise Phelps

Erzähl eine Geschichte, nicht nur ein Porträt

Wenn wir für Marken fotografieren, geht es nie nur um das Produkt oder die Person. Es geht um den Ort, das Erlebnis und den Kontext. Fotografiere deinen Partner in seiner Umgebung – vielleicht bei einem Kaffee in einem kleinen Straßencafé oder beim Lesen auf dem Balkon. Zeige Hände, Gegenstände und Details, die etwas über ihn verraten. Der Kontext macht aus einem Porträt eine Geschichte.

A person in a white shirt and shorts stands on a sunlit path in a forest, wearing sunglasses and a necklace.

Foto: Sarah-Louise Phelps

Halte die Momente dazwischen fest

Oft sind es die ungeplanten Bilder, die am meisten erzählen. Nach einem Kampagnenshooting haben wir weiterfotografiert, obwohl die Person vor der Kamera dachte, wir seien fertig – und genau dabei entstand das persönlichste Porträt des Tages. Auch zu Hause lohnt es sich, die Kamera griffbereit zu halten, wenn dein Partner die Position wechselt, nach einer Anweisung lacht oder kurz den Blick abwendet. Diese Übergänge zeigen Persönlichkeit und Tiefe. Eine leichte Unschärfe, ein Bild leicht außerhalb der Mitte oder ein unerwarteter Winkel – all das kann mehr ausdrücken als das perfekte Lächeln. Bleib am Auslöser und warte auf den Moment, in dem es passiert.

A person lounges on a striped chair under a white umbrella, reading a book, surrounded by lush greenery and outdoor lounge chairs.

Foto: Christopher Phelps

A person stands in an infinity pool overlooking a calm ocean, with a wooden deck and thatched roof visible in the foreground.

Foto: Sarah-Louise Phelps

Lenke den Blick mit Komposition

Schon kleine gestalterische Mittel können Fotos deutlich verändern. Wir nutzen häufig die Drittelregel, platzieren die Person leicht außerhalb der Mitte und arbeiten mit Linien in architektonischen Räumen – etwa in Hotelfluren oder auf Terrassen –, die den Blick führen. Auch draußen findest du solche Linien: an Geländern, Baumreihen oder Wegen. Rahme deinen Partner durch eine Türöffnung oder Blätter, um dem Bild mehr Tiefe zu verleihen. Solche Details verleihen selbst spontanen Aufnahmen eine ruhigere, filmische Anmutung.

Entwickelt eine gemeinsame Vision

Als Reisefotografen für Luxusmarken planen wir unsere Shootings mit Moodboards, Location-Scouting und Alternativen. Übertragt dieses Prinzip auf euren Alltag: Sprecht darüber, welche Bilder euch gefallen – Schwarzweiß, weiches Licht oder vielleicht ein Hauch von Sepia. Sammelt Inspiration auf Pinterest, Instagram oder in Magazinen und tauscht euch darüber aus, wie das Ergebnis wirken soll. Wenn dein Partner Teil des kreativen Prozesses ist, fühlt es sich nach Zusammenarbeit an – nicht nach Anweisung. Das Ergebnis: eine kreative Partnerschaft – nicht nur Fotograf und Motiv.

Unser gesamtes Portfolio findest du auf Instagram unter @sarahlouiseandchristopher. Dort teilen wir Reise- und Lifestyle-Momente, Familiengeschichten, Markenprojekte und Einblicke hinter die Kulissen.

Weitere Geschichten lesen über

Laden Sie die App herunter

Dank Popsas praktischer Gesichtserkennung und unseren Intelligenten Alben kannst du Erinnerungen jetzt noch schneller wiederfinden.

App StoreApp Store
Laden Sie die App herunter