Von Boda aus machten wir uns im Mietwagen auf den vierstündigen Weg nach Norden, nach Dalarna, dem Zentrum der schwedischen Mittsommerfeiern und Ursprungsort vieler Traditionen. Rund um den Siljansee, den siebtgrößten See Schwedens, liegt eine ruhige, ländliche Region mit scheuem Wild – leider bekamen wir keine Bären, Elche, Wölfe oder Luchse zu Gesicht – und charmanten Orten. Wir wohnten im hochgelegenen Tällberg, wo wir sofort von den Vorbereitungen zum Mittsommerfest erfasst wurden. Jeden Morgen spazierte ich durch Wildblumenwiesen, durch Wälder und vorbei an endlosen Lupinen hinunter ans Seeufer, um lange im flachen Wasser zu schwimmen. Überall schmückten die Einheimischen die Midsommarstång, den traditionellen Mittsommerbaum, hängten Naturdekorationen in ihre Gärten und sammelten Lupinen, um damit Vasen zu füllen. An sonnenwarmen Abenden fotografierte ich die im Wind wiegenden Lupinen und malerische Holzhäuser im goldenen Licht. Mittsommer ist wirklich die beste Zeit, um Schweden zu fotografieren: Die langen Tage gehen in ausgedehnte, goldene Stunden über, die ideal sind, um die üppige Flora und Fauna sowie liebevoll geschmückte Häuser festzuhalten.