Leitfaden

So druckst du deine Fotos richtig

Von der Auswahl der richtigen Dateien bis zu einfachen Bearbeitungsschritten zeigt dir diese Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du zu Hause oder online hochwertige Abzüge erhältst – ganz ohne professionelle Vorkenntnisse

Man wearing sunglasses, a gray beanie, and a jacket, with a neutral expression, in a black and white portrait.

16 Mar, 20265 min

How to print your photos
How to print your photos

Fotos zu drucken gehört zu den aufregendsten Dingen, die du als Fotograf tun kannst. Es gibt kaum etwas Schöneres, als deine Bilder nicht nur auf dem Bildschirm zu sehen, sondern sie wirklich in den Händen zu halten. Falls du das Drucken bisher noch nicht ausprobiert hast oder früher enttäuschende Ergebnisse erlebt hast, kann der Prozess unnötig kompliziert und verwirrend wirken.

Keine Sorge – in diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst, um Fotos in hoher Qualität zu drucken. Ganz gleich, ob du sie mit einer DSLR, einem Smartphone oder einer Kompaktkamera aufgenommen hast, ob du ein Fotobuch gestalten, eine Leinwand als Geschenk erstellen oder klassische 10 × 15 cm-Abzüge für den Kühlschrank drucken möchtest: Diese Tipps helfen dir dabei, das Beste aus deinen Bildern herauszuholen.

Schritt 1: Die richtigen Fotos auswählen

Am Anfang steht die Auswahl der Fotos. Natürlich möchtest du bedeutungsvolle Bilder drucken, doch auch technische Aspekte spielen eine wichtige Rolle. Achte darauf, dass deine Fotos gut belichtet und scharf sind. Wenn sie auf dem Bildschirm dunkel oder unscharf wirken, erscheinen sie im Druck meist noch dunkler und verschwommener. Am wichtigsten ist jedoch, dass du hochauflösende Originaldateien verwendest. Das ist einfacher, als du denkst – solange du einen typischen Fehler vermeidest.

Moderne Kameras liefern beeindruckend hochauflösende Bilder. Eine 24-Megapixel-Kamera – wie sie bei vielen Smartphones üblich ist – erzeugt Dateien mit etwa 6.000 × 4.000 Pixeln. Bei 300 dpi, dem Standard für hochwertige Drucke aus nächster Nähe, kannst du daraus eine Leinwand von rund 33 × 50 cm erstellen, ohne die Auflösung zu reduzieren oder das Bild hochzurechnen.

Der Haken ist, dass diese Dateien sehr groß sind. Wenn du ein Bild über WhatsApp, Facebook, Instagram oder andere soziale Netzwerke teilst, wird es in der Regel komprimiert. Das erleichtert den Upload, verschlechtert jedoch die Druckqualität. Je nach Plattform und Einstellungen kann eine 24-MP-Datei auf eine 12-MP- oder sogar 2-MP-Datei reduziert werden.

Hast du das Foto selbst aufgenommen, besitzt du die Originaldatei – wähle also beim Drucken unbedingt diese aus. Möchtest du Bilder drucken, die dir jemand geschickt hat, bitte am besten um die Originale über einen Dateitransferdienst wie Dropbox oder Google Drive.

Schritt 2: Entscheiden, was du drucken möchtest

Wenn du dich entschieden hast, welche Bilder du drucken möchtest, geht es um das Format. Der Ablauf ist zwar ähnlich, aber für ein Fotobuch triffst du teilweise einige andere Entscheidungen als für eine große Leinwand.

Wichtige Fragen sind:

  • Welche Größe soll der Druck haben? Reicht die Auflösung der Originaldatei dafür aus?

  • Welches Seitenverhältnis soll verwendet werden? Smartphone-Kameras haben normalerweise ein Seitenverhältnis von 4:3, während gängige Druckformate häufig 3:2 oder 1:1 verwenden. Das bedeutet, dass du dein Bild möglicherweise zuschneiden musst.

Denke außerdem daran, wo das Bild später hängen oder stehen soll. Eine Leinwand im hellen Flur erfordert unter Umständen eine etwas andere Bearbeitung als ein Druck für ein dunkleres Wohnzimmer.

Schritt 3: Das richtige Dateiformat wählen

Neben der Auflösung spielt auch das Dateiformat eine Rolle. Mit wenigen Grundkenntnissen triffst du hier schnell die richtige Entscheidung.

  • JPG ist das gängigste Bildformat und besonders gut für hochwertige Drucke geeignet. Exportierst du dein Bild als JPG, wähle eine hohe Qualität und vermeide zusätzliche Komprimierungen.

  • HEIC ist das Standardformat aktueller iPhones. Je nach Druckdienst musst du es vorher in JPG umwandeln. Manchmal erfolgt diese Umwandlung automatisch.

  • PNG wird vor allem für Grafiken und Screenshots verwendet, ist aber für Fotodrucke weniger geeignet. Verwende daher, wenn möglich, immer die Originaldatei anstelle eines Screenshots.

RAW und TIFF sind Formate, die vor allem professionelle Fotografen nutzen. Du musst dich nicht ausführlich damit beschäftigen, aber es ist hilfreich zu wissen, dass auch sie Bilddateien sind.

Möglicherweise stößt du auch auf den Begriff Farbraum. Die meisten digitalen Bilder verwenden den sRGB-Farbraum, der für den Druck völlig ausreicht. Professionelle Druckereien und gute Heimdrucker verarbeiten ihn problemlos. Wenn du höchste Farbgenauigkeit anstrebst, kannst du dich später intensiver damit beschäftigen. Für die meisten ist das jedoch nicht erforderlich.

Originalbild

Erhöhte Helligkeit

Erhöhter Kontrast

Schritt 4: Ein paar grundlegende Anpassungen vornehmen

Fotos wirken auf dem Bildschirm oft anders als auf Papier. Der Grund dafür ist, dass Bildschirme Licht aussenden, während gedruckte Fotos das Umgebungslicht reflektieren. Deshalb erscheinen Drucke meist etwas dunkler und weniger kontrastreich als die Bildschirmanzeige. Mit ein paar einfachen Anpassungen kannst du diesen Unterschied ausgleichen. Du brauchst kein Photoshop – der Editor in deiner Foto-App oder beim Druckdienstleister reicht in der Regel vollkommen aus.

Einige Anpassungen, die du vornehmen kannst:

  • Helligkeit: Erhöhe die Gesamthelligkeit leicht. Passe Belichtung oder Lichtwerte so an, dass das Bild auf dem Bildschirm etwas zu hell wirkt.

  • Kontrast: Ein wenig mehr Kontrast lässt dein Bild lebendiger erscheinen. Schon kleine Anpassungen machen oft einen großen Unterschied.

  • Schärfe: Eine leichte Nachschärfung kann Details im Druck klarer hervorheben.

  • Zuschneiden: Schneide dein Bild passend zum gewünschten Seitenverhältnis zu. So behältst du die Kontrolle über den Bildausschnitt und vermeidest, dass der Drucker wichtige Bildteile automatisch entfernt. Achte dabei darauf, keine wichtigen Details abzuschneiden.

Schritt 5: Alles noch einmal prüfen

Sind die Anpassungen erledigt, bist du fast am Ziel. Kontrolliere nun noch einmal alles: Verwendest du die hochauflösenden Originaldateien? Sind sie als JPG gespeichert? Entspricht der Zuschnitt dem gewünschten Seitenverhältnis? Wenn du zu Hause druckst, empfiehlt sich jetzt ein Testdruck. Wenn nicht, keine Sorge – wenn du diese Schritte befolgst, solltest du hervorragende Ergebnisse erzielen.

Schritt 6: Drucken und genießen

Nun kannst du deine Bilder in den Druck geben. Mit dieser Anleitung benötigst du weder Profi-Wissen noch teure Ausrüstung, um beeindruckende Ergebnisse zu erzielen. Ein hochauflösendes Smartphone-Foto, das nur wenige gezielte Anpassungen erfährt, wirkt an deiner Wand großartig, kommt in einem Fotobuch besonders schön zur Geltung und eignet sich auch als persönliches Geschenk, das lange bleibt.

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